
Die Bergpredigt als Auslegung der Tora
Die Bergpredigt ist zweifellos einer der bekanntesten und wirkmächtigsten Texte des Neuen Testaments. Wie kaum ein anderer wurde und wird dieser Text als Ausdruck der spezifisch jesuanischen Ethik gelesen. Das trifft sicher Wesentliches – und muss gleichzeitig unbedingt ergänzt werden.
Denn es zeigt sich, dass die Bergpredigt in vielerlei Hinsicht im Dialog mit anderen Texten und Traditionen steht. Insbesondere ist sie nicht zu verstehen ohne den Kontext jüdischer Traditionen, in die sie eingebettet ist, die sie aufnimmt oder weiterschreibt. Die Bergpredigt ist Schriftauslegung – und der Jesus der Bergpredigt ein überzeugender Schriftausleger.
Miitwoch, 29. Oktober 2025 ¦ 20.00 - 21.30 UhrSabine Bieberstein
Professorin für Neues Testament und Biblische Didaktik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, lehrt seit 2013 auch Altes Testament und Biblische Didaktik