Kirchgemeinden auf dem Weg zur Treibhausgas-Neutralität

Samstag, 29. August 2026, 09.30-16.30 Uhr
Propstei Wislikofen

Der Kan­ton Aar­gau verpflichtet sich, bis spätestens 2050 treib­haus­gas­neu­tral zu sein – die kan­tonale Ver­wal­tung bere­its bis 2040. Kirch­liche Insti­tu­tio­nen sind aufgerufen, nicht nur mitzuziehen, son­dern eine Vor­bild­funk­tion einzunehmen. Die Enzyk­li­ka Lauda­to si’ von Papst Franziskus ruft die Kirche dazu auf, Sorge für die Schöp­fung zu tra­gen und konkrete Schritte zur Reduk­tion von Treib­haus­gase­mis­sio­nen zu unternehmen. Dieser Kurs zeigt prax­is­nah, wie Kirchge­mein­den ihre Treib­haus­gas-Emis­sio­nen sys­tem­a­tisch erfassen kön­nen. Diese Bilanzierung ist die Grund­lage, um einen Absenkp­fad zu pla­nen.

Kursziele
Die Teil­nehmenden:

  • ver­ste­hen die kan­tonalen Zielset­zun­gen und die kirch­liche Ver­ant­wor­tung im Kli­maschutz,
  • kön­nen Scope 1, Scope 2 und Scope 3 auf ihre Kirchge­meinde anwen­den,
  • ler­nen das Grüne Datenkon­to als praxis­er­probtes und kostengün­stiges Instru­ment zur Treib­haus­gas-Bilanzierung ken­nen,
  • erhal­ten einen Ein­blick in ein alter­na­tives Sys­tem zum Ver­gle­ich,
  • erar­beit­en direkt erste Bilanzierungs­dat­en anhand eigen­er Rech­nun­gen,
  • leg­en konkrete erste Mass­nah­men und Ver­ant­wortlichkeit­en für den Weg zur Treib­haus­gas­neu­tral­ität fest.

Inhalte

  • Kli­maziele des Kan­tons Aar­gau: 2040/2050 – Chan­cen und Erwartun­gen an Kirchge­mein­den
  • Lauda­to si’ und Schöp­fungsver­ant­wor­tung: spir­ituelle Moti­va­tion für konkretes Han­deln
  • Ein­führung in Scope 1, 2 und 3: Was muss bilanziert wer­den?
  • Prak­tis­ch­er Teil: Teil­nehmende arbeit­en mit ihren eige­nen Heiz- und Strom­rech­nun­gen und erfassen Dat­en direkt ins Sys­tem
  • Ver­gle­ich eines zweit­en Tools: Unter­schiede, Kosten, Anwen­dung
  • Entwick­lung erster Mass­nah­men und Reduk­tion­sp­fade
  • För­der­möglichkeit­en, Zusam­me­nar­beit mit Kan­ton und Gemein­den
  • Kom­mu­nika­tion und Ein­bindung der Kirchge­meinde

Meth­o­d­en
Inpu­tre­fer­ate, Prax­is­beispiele, Grup­pe­nar­beit, Aus­tausch und Diskus­sion.

Prak­tis­che Vor­bere­itung für Teil­nehmende
Die Teil­nehmenden wer­den gebeten, fol­gende Unter­la­gen mitzubrin­gen:

  • Heizkostenabrech­nun­gen (eigen­er Liegen­schaften) eines Kalen­der­jahres.
  • Strom­rech­nun­gen (eigen­er Liegen­schaften) eines Kalen­der­jahres.

Diese Dat­en wer­den während des Kurs­es direkt in das Grüne Datenkon­to eingegeben, um konkrete Ergeb­nisse zu erhal­ten.

Nutzen
Die Teil­nehmenden ver­lassen den Kurs mit:

  • ersten Ein­trägen im »Treib­haus­gaskon­to»
  • ersten Schritten zur Treib­haus­gas-Bilanz ihrer Kirchge­meinde
  • Moti­va­tion und Werkzeu­gen, um Kli­mav­er­ant­wor­tung glaub­würdig und wirk­sam umzuset­zen

Ziel­gruppe
Mit­glieder von Kirchenpflege und Kirchen­rat, pas­torale Mitar­bei­t­ende, Umweltver­ant­wortliche sowie alle Entschei­dungsträgerin­nen und Entschei­dungsträger in Kirchge­mein­den, Pas­toral­räu­men und Pfar­reien

Kosten
195 CHF inklusive Mittagessen und Pausenkaffee

Ausschreibung und Anmeldung